Mit oder ohne Kappung: Mit der richtigen Gewichtung zu höheren Renditen

Mit oder ohne Kappung: Mit der richtigen Gewichtung zu höheren Renditen

Research

Frankfurt, den 21.11.2023. Derzeit sind in verschiedenen Ländern wie den USA, Deutschland, Dänemark und der Schweiz einzelne Aktien in den gängigen Indizes stark überrepräsentiert. Das damit verbundene Klumpenrisiko ist derzeit besonders hoch. Es stellt sich die Frage, ob marktkapitalisierungsgewichtete Indizes besser abschneiden als Indizes mit einer Kappungsgrenze.

Um diese Frage zu beantworten, haben wir die Performance von Aktienindizes mit und ohne Kappungsgrenze in vier Ländern über einen Zeitraum von 22 Jahren untersucht. Dabei haben wir die 5-10-40-Regel angewandt, die besagt, dass keine Aktie mehr als 10% und kein Einzeltitel mit einem Anteil von mehr als 5% am Gesamtportfolio mehr als 40% des Index ausmachen darf.

Unsere Ergebnisse zeigen, dass Indizes mit Kappungsregel in Deutschland, Spanien und Indien höhere Renditen erzielt haben als ihre marktkapitalisierungsgewichteten Pendants. Auch in China und Finnland (insbesondere im Fall von Nokia) hätte eine Kappung die Performance positiv beeinflusst. Eine Ausnahme bildet die Schweiz, wo eine Kappung der Gewichtung von Nestlé-Aktien zu einer geringeren Rendite geführt hätte.

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Grafik: Faros | Daten: Bloomberg

FAZIT: Es wird deutlich, dass es beim Portfolio nicht nur um die Anzahl der Aktien geht, sondern auch um ihre Gewichtung. Eine zu hohe Konzentration kann zu einem höheren Risiko und einer geringeren Rendite führen.